Blasphemious Charity // March 2011

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Blasphemious Charity // March 2011

Beitrag von Chanel Parker am Fr März 23, 2018 10:13 pm

„Ist gut Mutter!“ Ele seufzte. Sie hatte keine Ahnung wie oft sie das heute schon gesagt hatte. Zumeist war es das Beste dieser Frau einfach zuzustimmen, aber meistens ging ihr das ziemlich auf die Nerven. Allerdings hatte sie jetzt keine große Lust sich mit ihrer Mutter zu streiten. Sie musste den ganzen Tag noch mit ihr verbringen und dann dafür zu sorgen, dass sie schlechte Laune hatte war alles andere als eine gute Idee. Genervt zog das Mädchen sich ihren Strumpf hoch und hatte schon wieder vergessen was ihre Mutter gesagt hatte. Im nächstem Moment allerdings machte das schon keinen Unterschied mehr, weil die Frau schon in den Raum kam. Ausstaffiert mit einem Seidenkleid, hochgesteckten Haaren und gerade dabei sich dicke, funkelnde und wahrscheinlich sehr echte Diamantohrringe anzustecken. „Sag nicht ist gut Mutter, wenn ich dich gefragt habe, wen du mitnimmst. Das hast du mir immer noch nicht gesagt. Und sag nicht schon wieder es wäre Christian. Ich hab dir schon tausendmal gesagt, dass du ihn nicht als Partner mitnehmen kannst. Immerhin wissen alle, dass aus euch allen nie ein Paar wird.“ Ele seufzte. Ja. Das wussten alle. Und von Anfang an hatte ihre Mutter das um die Ohren geworfen, weil sie genau wusste, dass Ele das verletzte. Wenigstens tat es das nicht mehr. Diese Aussage hatte, so ziemlich in dem Moment als Isaac aufgetaucht war, seine Sporen verloren. Allerdings musste ihre Mutter das nicht wissen. Immerhin würde sie dann schnell genug irgendetwas neues Beleidigendes finden, womit sie ihre Tochter dann verletzen konnte. Und diesmal sogar unhöflich zu ihrem Freund sein konnte. Was so ziemlich genau der Grund war warum sie ihn gebeten hatte sie erst später hier abzuholen. Sie hatte ihrem Vater noch geholfen seiner Rede den letzten Schliff zu geben und danach hatte sie sich hier fertig gemacht. Womit sie jetzt auch schon fertig war. Alles was fehlt waren ihre Schuhe aber die hatte sie bei ihrem Vater in seinem Arbeitszimmer vergessen. „Ich hab dir gesagt, dass du das rausfinden wirst, wenn er mich hier abholt, Mutter. Dann hast du noch Zeit genug an ihm herum zu meckern, aber bis dahin, warte doch einfach.“ Ele stand auf, lächelte ihre Mutter an und rückte ihre Halskette zurecht. „Das Collier ist sehr schön, es passt perfekt zu deinem Kleid.“ Der beste Weg um mit ihrer Mutter umzugehen war ihr ein Kompliment machen, wenn sie aus dem Raum ging. Dann war sie meistens kurzzeitig zufrieden genug um einem nicht weiter auf die Nerven zu fallen. Heute war das leider nicht der Fall. Stattdessen ging sie ihrer Tochter hinterher und redete weiter auf sie ein. Von wegen was wäre wenn Isaac, dessen Namen sie nicht wusste, nicht in die Gesellschafft passe oder sich falsch anzöge, oder generell irgendein Kerl wäre der nicht wusste wie er sich zu benehmen hatte. Als ob Ele nach Jahren mit diesen Veranstaltungen immer noch nicht wusste, dass sie nicht den nächstbesten Penner zu so etwas mitbringen konnte. Antworten konnte sie darauf nichts. Weil es nämlich klingelte und sie die Tür öffnete, was natürlich auch schon wieder nicht richtig war, wofür hatten sie den nämlich sonst ein Hausmädchen. Aber Ele war immer noch der Meinung, dass es schlicht und ergreifend von Faulheit zeugte, eine Tür nicht zu öffnen, wenn man direkt davor stand wenn sie klingelte. Also ignorierte sie ihre Mutter einfach. Allerdings wusste sie nicht ob sie sich freuen sollte oder nicht, dass Isaac da stand. „Hallo,“ Sie lächelte ihn an und seufzte ein bisschen zufrieden. Sie sah den Mann so ziemlich jeden Tag in einem Anzug und immer wieder dachte sie sich, wie gut er ihm stand. Heute besonders. Ihr Blick fiel auf die Standuhr im Foyer, was ehrlich gesagt schon schwer genug war, wenn der Mann so aussah, und sie lächelte. „Auf die Minute genau. Komm rein. Ich muss noch meine Schuhe anziehen. Mutter,“ Sie wandte sich an die Frau die aufstöhnte, weil ihre Tochter ohne Schuhe die Tür geöffnet hatte, „Das ist Isaac, meine Begleitung. Jetzt entschuldigt mich, meine Schuhe sind bei Dad im Arbeitszimmer.“ Sie lächelte beide kurz an und entfernte sich um ihre Schuhe zu holen. Im Arbeitszimmer drehte sich ihr Vater, der gerade das Blatt mit seiner Rede in seine Innentasche steckte, zu ihr um und lächelte sie an. „Ist Isaac da?“ Ele nickte, zog ihre Schuhe an und kratzte sich kurz darauf die Schläfe weil ihre Mutter hereinkam um ihren Vater anzuschnauzen. Von wegen ob er wusste, dass seine Tochter mit einem Mann, der alt genug war um ihr Vater zu sein, auf eine Gala wollte. Ele konnte nicht anders. Sie musste kichern. Isaac war alt genug um ihr aller Vater zu sein. Aber das sagte sie nicht. Sie hätte gerne etwas dazu gesagt. Allerdings versuchte ihr Vater schon seine Frau zu beruhigen und begrüßte dann mit ebenso sanfter Stimme den Mann. „Freut mich sie wiederzusehen.“ Am liebsten würde Ele sich aufregen. Sie wusste einfach nicht wie der Mann es schaffte immernoch so ruhig zu bleiben. Aber sie sah wie weh es ihm nur noch tat mit seiner Frau umzugehen. Das war doch alles nicht richtig. Sie sollte endlich mal etwa sagen. Aber stattdessen ging sie zu ihrem Freund, sie fand das Wort immer noch mehr als unpassend für Isaac, und rückte ihm unnötigerweise die Krawatte gerade. „Tut mir leid.“ Sie meinte ihre Mutter. „Wir gehen auch sofort los. Sag mal was ich dich eigentlich die ganze Zeit fragen wollte. Willst du auch etwas versteigern?“
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Re: Blasphemious Charity // March 2011

Beitrag von Isaac am So März 25, 2018 1:13 pm

Schon eine Weile stand Isaac ein Stück weiter die Straße runter und wartete bis er sich dem Parker Haus nähern konnte. Während er da stand und an seiner Zigarette zog glitt sein Blick ein paar Mal zu den beleuchteten Fenstern. Sicher hätte Ele nichts dagegen, wenn er schon gekommen wäre. Vielleicht hätte sie sich sogar gefreut, denn alleine durch ihre Erzählungen konnte der Mann sich vorstellen wie es in dieser Familie an solchen Abenden zuging. Allerdings empfand Isaac es als äußerst unhöflich vor der verabredeten Zeit zu erscheinen. Selbst, wenn es nicht seine Absicht wäre sich heute so zu verhalten, dass ihre Mutter gar nichts zu bemängeln hatte würde er nicht zu früh kommen. Ihm selber würde es nicht gefallen, wenn seine Verabredung zu früh bei ihm erscheinen würde. Nach einer Weile griff er in die kleine Tasche seiner Weste und sah auf die kleine Taschenuhr die er meistens darin trug. Nicht unbedingt diese aber oft trug er eben Taschenuhren anstatt Armbanduhren. Besonders bei solchen Veranstaltungen passten sie seiner Meinung nach besser. Er ließ sie zurück in die Tasche gleiten, warf seine Zigarette fort und ging nun endlich los. Bevor er jedoch klingelte kontrollierte er noch einmal die Uhrzeit. Sollte er nun zufällig doch zu spät sein müsste er das wissen und sich dementsprechend entschuldigen. Nur kurz hob er zufrieden einen Mundwinkel. Er war auf die Minute pünktlich.
Ele öffnete ihm die Tür und sofort überkam ihn dieses beruhigende Gefühl. Wie meistens, wenn er sie für eine gewisse Zeit nicht gesehen hatte. Er wusste nicht was es mit dieser jungen Frau auf sich hatte. Als er sie kennen lernte hatte er niemals erwartet, dass sie ihm so wichtig werden würde. So wichtig, dass er seine selbst aufgestellten Prinzipien und Regeln einfach ignorieren wollte. So wichtig, dass er sein ganzes Leben ändern würde nur um weiter bei ihr zu sein und sie glücklich zu machen. „Hallo“ Bevor sie sich wieder abwenden konnte nahm Isaac ihre Hand und gab ihr einen leichten Kuss auf den Handrücken, wobei seine Lippen natürlich tatsächlich ihre Haut berührten. Dies war eben nicht nur ein Handkuss aus Respekt und Höflichkeit sondern aus Liebe. Auch, wenn heute vielleicht kaum noch einer den Unterschied kannte. Tatsächlich musste er zugeben, dass er einige Umgangsformen der Menschen vermisste. Die meisten Menschen waren so locker untereinander geworden und diese kleinen Aufmerksamkeiten schienen mehr und mehr zu verschwinden. Dabei empfand er es immer als einen wunderbaren Weg einer Frau zu zeigen wie sehr man sie respektierte oder bewunderte. Als er sich wieder aufrichtete und sie ansah dachte er sich wie schön sie aussah. Eigentlich sah sie immer schön aus, aber es war ja eher selten, dass er sie in solchen Kleidern sah. Als sie nun weiter sprach glitt sein Blick kurz zu ihren nackten Füßen und er konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen.  Nicht zuletzt wegen der Reaktion ihrer Mutter. Welcher er im nächsten Moment vorgestellt wurde. Mit einer ganz leicht angedeuteten Verbeugung begrüßte er die Frau als Ele sie beide stehen ließ. „Guten Abend Mrs. Parker. Wenn ich mich selber noch einmal vorstellen darf? Isaac Baker. Es ist mir eine Freude Sie endlich kennen zu lernen, nachdem ich schon einiges von Ihnen gehört habe.“ Die Frau schien ihn wiederwillig zu begrüßen. Jedoch schien es in diesem Moment nichts anderes als Höflichkeit zu sein. Denn im nächsten Moment war sie hinter Ele her verschwunden und Isaac blieb in Eingangsbereich stehen. Kurz glitt sein Blick durch den Raum. Er hatte nicht vor ihnen hinterher zu gehen. Er wartete also bis irgendwann alle zusammen zurück kamen und Mr. Parker ihn nun herzlicher begrüßte als seine Frau. Mit einem leichten Lächeln griff Isaac nach der Hand des Mannes. „Guten Abend Mr. Parker. Die Freude ist ganz auf meiner Seite.“ Tatsächlich war das nicht einmal gelogen. Die Gesellschaft des Mannes hatte er nun ja nicht zum ersten Mal und bis jetzt war sie jedes Mal eigentlich recht angenehm gewesen. Man konnte sich mit dem Mann über einige interessante Themen unterhalten. Noch dazu merkte man, dass er seine Tochter liebte und gerade in diesem Punkt waren sich die beiden eben sehr ähnlich.
Isaac beobachtete Eles Hände als sie seine Krawatte zu recht rückten. Wenn er sich auch sicher war, dass dies nicht nötig gewesen ist. Vielleicht hatte sie sich in diesem Moment einfach kurz ablenken müssen. Mit einem leichten Lächeln gab er ihr zu verstehen, dass es keinen Grund gab sich zu entschuldigen. Sie hatte nichts getan. Und ihre Mutter fand er eher unterhaltsam als kränkend. Auf ihre Frage nickte er kurz. „Ich habe tatsächlich ein paar Dinge zum Ort der Veranstaltungen bringen lassen und hoffe, dass sie einen neuen Besitzer finden. Aber ich denke für einen guten Zweck werden diese Leute wohl alles kaufen.“ Den zweiten Satz sagte er ein wenig leiser, so dass nur sie ihn hören konnte, weil man ihn vermutlich auch falsch auffassen konnte. Aber so war es eben. Viele Leute die Geld hatten würden Unmengen davon für Schrott ausgeben, wenn es für einen guten Zweck war. Wenn sie damit dann noch in den angesehenen Kreisen angeben konnten war für sie wohl alles perfekt. Vermutlich würde heute jedoch einiges von seinen Dingen für viel weniger den Raum verlassen als es eigentlich wert war. Aber manchmal erkannte man den wahren Wert eben nicht.
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Re: Blasphemious Charity // March 2011

Beitrag von Chanel Parker am Do März 29, 2018 10:00 pm

Wenn Ele ihre Mutter nicht so nervig finden würde, dann hätte sie die leicht sprachlose Reaktion auf Isaacs Erscheinen lustig gefunden. Nicht einmal ihre Mutter konnte abstreiten, dass dieser Mann gut aussah. Allerdings war es auch nicht wirklich so, dass sie sonderlich auf die Reaktion ihrer Mutter geachtet hatte. Wie sollte sie das auch schaffen, wenn Isaac sich so benahm. Wenn er sie auf die Hand küsste. Ele wusste nie wirklich wie sie damit umgehen sollte. Sie fand es einfach großartig, wenn sie ehrlich war. Und sie benahm sich jedes Mal ziemlich bescheuert. Immer wenn er das, oder etwas ähnlich galantes machte, dann entkam ihr dieses bescheuerte, kleine Kichern und sie fühlte sich dann deswegen direkt doof. Wie ein kleines Mädchen. Aber wenigstens konnte sie diesmal direkt abhauen und ihre Schuhe holen.
Und jetzt stand sie vor ihm, richtete unnötigerweise seine Krawatte und freute sich, dass ihr Vater ihn ja irgendwie zu mögen schien. Das war eine gute Voraussetzung für die Frage die Isaac ihrem Vater vielleicht irgendwie stellen würde. Wenn sie ehrlich war, dann hatte sie Angst, dass er nein sagen würde. Dass er damit nicht einverstanden sein würde. Und sie wüsste ehrlich nicht, wie sie dann damit umgehen sollte. Ele wusste nicht ob sie dann ja sagen konnte. Zumindest nicht jetzt. Nicht direkt. Ihr Vater war ihr so wichtig und sie wollte nicht, dass er enttäuscht von ihr war. Oder Isaac nicht mehr mochte. Sie wollte unbedingt, dass er Isaac mochte. Das er verstand, wie wichtig er ihr war und das sie bei ihm bleiben wollte. Aber wahrscheinlich dachte sie einfach zu viel darüber nach. Gott sei Dank lenkte Isaac sie ab. Ele entkam ein kleines, leises Lachen und sie grinste ihn an. „Ich glaube da hast du Recht, aber ich hoffe deine Stücke werden nicht unter Wert verkauft.“ Die junge Frau lächelte Isaac an und strich ihm kurz über die Brust, bevor sie von ihrem Vater unterbrochen wurde, der sich gerade von seiner Frau weggedreht hatte, nachdem er ihr Gemecker unterbunden hatte, und in die Hände klatschte. „So. Wenn wir alle fertig sind, dann würde ich mal sagen, dass wir so langsam mal los gehen.“ Er lächelte kurz Isaac an bevor er seine Tochter ansah. „Ich denke, du fährst mit Isaac?“ Ele nickte und ging dann mit den anderen nach draußen.
Als sie im Auto saß und Isaac den Weg erklärt lächelte sie ihn an. „Ich bin wirklich froh, dass du mitkommst.“
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Re: Blasphemious Charity // March 2011

Beitrag von Isaac am Sa März 31, 2018 7:18 pm

Isaac lächelte nur leicht. Ganz sicher würden einige seiner Dinge unter Wert verkauft. Unter den Bietern müssten schon wahre Kenner sein um einiges davon zu einem angemessenen Preis zu kaufen. Und wenn dies der Fall war, dann konnte man sich schon fast ziemlich sicher sein, dass diese Person einige hundert Jahre alt war. Wie dem auch sei. Isaac war es heute nicht wichtig alles zu einem angemessenen Preis los zu werden. Es ging hier um den guten Zweck und Ele schien das wichtig zu sein. Jedenfalls schien sie viel davon zu halten, dass Geld für einen guten Zweck gesammelt wurde. Warum sollte er also nichts dazu beitragen. Er hatte genug, dass er ruhig loswerden konnte. Vielleicht würde er dabei gleichzeitig auch in dem Ansehen bei ihren Eltern steigen. Etwas, dass ihm zurzeit eigentlich noch wichtiger war als die andere Sache. Jedenfalls wenn er darüber nachdachte was er ihren Vater heute noch fragen wollte.
Während sie zu seinem Auto liefen überlegte er, wann er den Mann heute noch einmal alleine erwischen konnte. Wahrscheinlich wäre die beste Gelegenheit kurz nachdem sie ankamen. Wenn noch nicht zu viele Menschen dort waren und Mr. Parker noch nicht in andere Gespräche verwickelt war. Das war wahrscheinlich der beste Plan. Eigentlich hatte er ihn noch hier in ihrem Haus fragen wollen. Er würde sich den ganzen Weg Gedanken darüber machen. Isaac wusste selber nicht warum ihn dieses Thema so sehr beschäftigte. Es war ihm einfach ein sehr wichtiges Anliegen. Und ein wenig machte er sich Sorgen. Er wollte Ele heiraten. Und er machte sich Sorgen ihr Vater würde es missbilligen. Wenn er es nicht erlauben würde, war Isaac sich nicht sicher ob Ele ihn heiraten möchte. Vielleicht würde sie es sich anders überlegen. Deswegen wollte er es gerne mit ihrem Vater geklärt haben. Damit er diese Sorge aus seinen Gedanken streichen konnte. Aber nun war er eben schon mit Ele unterwegs und musste sich noch ein wenig mit diesen Gedanken befassen.
Sie fuhren in einem seiner Oldtimer. Der Wagen war ziemlich alt und meistens benutzte er diesen nur für besondere Anlässe. Den heutigen Tag empfand er nach langem mal wieder als eine Gelegenheit ihn auszufahren. Tatsächlich gab es nur wenige Neuwagen die ihm gefielen, weswegen die meisten die er besaß schon einige Jahre hinter sich hatten. Sie hatten mehr Stil. Jedenfalls war das seine Meinung. Die neuen Wagen waren vielleicht moderner, angenehmer zu fahren, mit jedem neusten Schnick Schnack ausgestattet aber seiner Meinung nach sparten sie dafür am Design. Aber wahrscheinlich waren die meisten Menschen heute eben anderer Meinung.
Bis zum Ort der Veranstaltung waren sie nicht lange unterwegs. Immer wieder ist Isaacs Blick leicht zu Ele geglitten während sie sprach. Und immer wieder hatte er ihre Hand genommen und ihr leicht über die weiche Haut gestrichen. Jetzt, nachdem er den Wagen geparkt hatte, stand er an ihrer Tür und half ihr aus dem Wagen. Kurz zog er die junge Frau an ihrer Hand ein Stück näher zu sich und legte ihr seine andere Hand an die Hüfte. „Du siehst heute wunderschön aus.“ Er drückte ihr einen leichten Kuss auf ihren Hals. Direkt unter ihr Ohrläppchen. Danach lächelte er sie leicht an, lies sie los und schloss den Wagen. Er wartete bis sie bei ihm war und ihn an seinem Arm fasste um gemeinsam zu dem ziemlich auffälligen Haus zu gehen. Ihre Eltern warteten bereits vor der Tür. Ihre Mutter schien eher unbegeistert, dass sie und ihr Mann vor ihm und ihrer Tochter eingetroffen sind. Aber vielleicht war das auch nur der normale Ausdruck dieser Frau. Dem war sich Isaac noch nicht so sicher. Er fühlte sich schon schlecht, dass er Ele und diese Frau gleich für einen Moment alleine lassen musste. Mr. Paker führte sie hinein und natürlich wurde er sofort ein paar Leuten vorgestellt. Isaac wusste wie das lief. Er war der Neue. Der Fremde. Er wusste wie er sich den Menschen gegenüber zu verhalten hatte, damit sie ihn recht schnell in ihren Reihen akzeptierten. Ja, wenn Isaac eins gelernt hatte, dann sich in solchen Kreisen zu bewegen. Nicht aus Spaß sondern aus Nutzen. Leider konnte man in diesen Kreisen Kontakte knüpfen die nicht gerade von Nachteil waren.
Nach einer Weile schien er endlich allen vorgestellt zu sein und auch Mr. Parker schien seine Bekanntschaften begrüßt zu haben. Dies war der Moment den Isaac nutzen wollte. „Mr. Parker?“ Isaac wandte sich an den Mann und legte ihm freundlich und respektvoll eine Hand an die Schulter. „Wenn Sie nichts dagegen haben würde ich Ihnen gerne etwas aus meiner Sammlung zeigen. Ich habe vor es heute für die Auktion zu spenden aber ich bin mir sicher Sie würden es sehr interessant finden.“ Isaac nahm seine Hand wieder an sich und ließ sie leicht in seine Tasche gleiten. „Sicher wissen Sie wo die Auktionsstücke jetzt aufbewahrt werden.“ Danach glitt sein Blick noch zu Ele und ihrer Mutter und mit einem leichten Lächeln nickte er ihnen zu. „Und ich muss mich bei den Damen entschuldigen, dass ich sie so früh am Abend alleine lassen möchte. Jedoch bin ich mir sicher, dass es sie eher langweilen würde und das möchte ich Ihnen so früh am Abend noch weniger zumuten.“ Kurz lächelte er etwas breiter und sah für einen Moment Ele länger an als ihre Mutter. Der Blick sollte eine Entschuldigung speziell für sie sein. Dafür, dass er sie alleine lassen wollte mit dieser Frau. „Ich verspreche Mr. Parker schnellstmöglich zu Ihnen zurück zu bringen.“
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