Please leave him and come to me // 11.Juli.2010 // 10.23 Uhr

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Please leave him and come to me // 11.Juli.2010 // 10.23 Uhr

Beitrag von Shin Hyuk Nam am Sa Jul 22, 2017 4:36 pm

Shin wusste nicht ob er es überhaupt noch rechtzeitig schaffen würde. Er hatte schon länger nicht auf die Uhr geguckt sondern konzentrierte sich darauf den Weg zu diesem dämlichen Gebäude zu finden. Im Internet hatte das gar nicht so kompliziert ausgesehen. Aber jetzt rannte er hier durch die Straßen und die Stadt kam ihm plötzlich so viel größer vor. Gott wie konnte man in einer solch kleinen Stadt bitte so lange brauche um etwas zu finden. Wer weiß wie lange er schon unterwegs war. Vielleicht war alles schon gelaufen und Shin würde viel zu spät kommen. Und wenn nicht? Wenn er genau richtig kam, was dann? Was hatte er sich eigentlich dabei gedacht als er gerade losgerannt ist. So genau wusste er das selber nicht. Er wusste nicht was er machen wollte oder machen sollte wenn er wirklich ankam bevor Bom und Aaron verheiratet waren. Er wusste nur dass dieser Gedanke ihm Kopfschmerzen bereitete. Alles verkrampfte sich, wenn er daran dachte sie wegen diesem Typen und dieser dämlichen Hochzeit zu verlieren. Vielleicht hatte Seung Recht. Nur, weil sie verheiratet waren hieß das nicht, dass sie auch zusammen waren. Ja, ja das wusste Shin selber alles. Bom liebte Aaron ganz sicher nicht auf diese Weise. Aber am Ende würde diese Ehe doch dafür sorgen, dass Bom aus seinem Leben verschwand. Wenn sie nicht mehr hier war… Als sie ihm das gesagt hat ist für Shin kurz irgendwas zusammengebrochen. Es war wie ein extra Schlag ins Gesicht. Er durfte sie nicht nur nicht öffentlich lieben sondern sollte sie jetzt auch nicht mehr sehen können? Diese Vorstellung war so ziemlich das Schlimmste an der ganzen Sache. Shin liebte Bom. Er konnte nicht sagen wann oder wie es dazu gekommen ist aber er war sich seiner Gefühle für sie absolut sicher. Er hatte es ihr nicht gesagt. Er hätte es ihr sagen sollen, so wie sie ihm. Aber hätte das etwas geändert? Seit sie diese Worte ausgesprochen hatte konnte der Junge an nichts anderes denken. Seine Gedanken kreisten mehr denn je um Bom. Vielleicht war er deswegen einfach losgerannt. Weil er es ihr nie gesagt hatte. Und weil er es ihr sagen wollte. Sie sollte es wissen. Sie sollte wissen, dass er genauso für sie empfand.
Shin war bis jetzt nie richtig verliebt gewesen. Aber bei Bom wusste er es. Er wollte sie nicht gehen lassen. Sie sollte bei ihm bleiben nicht bei Aaron. Er wollte sie festhalten und sich an sie kuscheln können. Sein Gesicht in ihren wunderschönen Haaren vergraben und ihr dabei sanft über den Arm streicheln. Er wollte sie zum Lachen bringen und bei ihr sein wenn sie weinte. Das alles wollte er immer machen können. Er konnte sie nicht einfach so gehen lassen. Er war so dumm. Viel früher hätte er irgendwas machen sollen. Irgendwas dass sie dazu brachte bei ihm zu bleiben. Shin beschleunigte seinen Schritt und wischte sich kurz diese dämlichen Tränen weg die in der letzten Zeit viel zu häufig kamen.
Irgendwann hatte er die Adresse wirklich erreicht. Vor dem Gebäude kam er zum Stehen. Nur kurz. Für einen kurzen Moment hatte er das Gefühl keine Luft zu bekommen. Für einen kurzen Moment hatte er Angst zusammen zu brechen so sehr schmerzte seine Brust. Sein Blick glitt zu der Tür. Vielleicht waren sie noch da drin. Also ging er. Er dachte nicht groß darüber nach und betrat das Gebäude. Er hatte nicht wirklich damit gerechnet, dass die Tür so geräuschvoll aufschwang. Viele Blicke richteten sich direkt auf ihn. Tatsächlich war er direkt in dem Raum gelandet in dem anscheinend die Trauung stattfand. Vorne stand sie. Shins Blick ist sofort an Bom hängen geblieben. „Noona…“ Sie sah wunderschön aus. Leicht zog er die Augenbrauen zusammen. Sie sollte nicht da vorne stehen. Es sah so falsch aus. Wie sie neben Aaron stand, den sie nicht liebte, in diesem Kleid und irgendwas machte was Jemand anderes für sie entschieden hatte. Sie sollte nicht da vorne stehen. Nicht jetzt und nicht mit ihm. Shin holte tief Luft und unterdrückte die Tränen die bei diesem Anblick wieder kommen wollten. Ignorierte die Angst, dass sie ihn vielleicht gleich einfach wegschickte, ihn ignorierte oder ihm sonst irgendwie klar machte, dass er sich nicht einzumischen hatte. Er hatte sie doch oft genug gebeten das alles nicht zu machen. Aber sie hatte sich entschieden und stand jetzt hier. Und trotzdem war er so blöd hier her zu kommen und was? Shin stockte. Er fühlte plötzlich diese erwartenden Blicke auf sich. Ob er in diesem Filmreifen Moment reingekommen ist? Musste er jetzt Einspruch rufen? Etwas verlegen lächelnd richtete der Junge sich gerader auf. Er war so dumm. Oh ja. Das würde man ihm sicher noch sagen, wenn er irgendwem diese Geschichte erzählte. Jetzt musste er wohl irgendwas machen oder sagen. Jedenfalls sah ihn jeder so an als erwartete man das. Sein Blick glitt zu Bom und wurde automatisch viel sanfter und zufriedener. Er konnte da gar nichts gegen machen. Wenn er sie ansah gab es in ihm immer nur dieses Gefühl das sie auslöste. „Entschuldigung.“ Die Worte kamen ganz automatisch aus seinem Mund. Er konnte es gar nicht beeinflussen. „Ich…“ Ja er was. Darauf war er auch gespannt. „Ich wollte eigentlich gerade zu Mc Donalds, aber ich habe keine Lust alleine zu gehen. Willst du mitkommen?“ Kaum merklich stockte Shin über seine eigenen Worte. Oh ja, so war es. Er wollte zu Mc Donalds und überlegte sich mal Bom auf ihrer Hochzeit zu fragen ob sie mitgeht wäre eine gute Idee. Er konnte die verwirrten Blicke der Gäste sehr gut verstehen. Wäre er an ihrer Stelle hätte er bestimmt gelacht. Aber jetzt wurde sein Blick eher ein wenig traurig als er Bom fragend ansah. Das hier war vielleicht seine letzte Chance, dass sie bei ihm blieb. „Bitte lass mich nicht alleine… Bitte lass mich nicht alleine gehen.“ Sein Blick ruhte nur auf ihr. Shin ging die paar Schritte die sie voneinander trennten auf sie zu. Traurig lächelnd hielt er ihr die Hand hin. Auffordernd und hoffend. „Ich brauche dich bei mir…“ Er fühlte jetzt wie sich seine Augen wieder mit Tränen füllten. Aber er würde hier jetzt nicht weinen. Er würde ihr sagen was er zu sagen hatte. Leise genug, damit nur sie es hörte. Vielleicht auch die Leute die hier direkt bei ihnen standen. Aber was sollte es. Entweder änderte es etwas oder Shin würde an der gleichen Stelle stehen wie vorher. „Ich liebe dich auch. Also bitte…bitte bleib bei mir.“
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Re: Please leave him and come to me // 11.Juli.2010 // 10.23 Uhr

Beitrag von Bom Mi Pain am Mo Jul 24, 2017 5:04 pm

Sie konnte nicht beurteilen wie lange sie schon auf diesem Sofa saß und wartete. Sie war fertig. Angezogen und von irgendwelchen Frauen die sie in ihrem Leben nicht wieder sehen würde. Frauen die sie in ihrem Leben vorher noch nie gesehen hatte… Von denen waren heute eine Menge in diesem Zimmer gewesen. Bom hatte heute mehr Leute kennen gelernt als in den letzten drei Jahren zusammen. Immer wieder waren neue Leute zu ihr gekommen. Hatten ihr gratuliert. Hatten sie begrüßt und ihnen gesagt wie schön sie es fanden, dass Aaron und sie heirateten. Am liebsten hätte sie geweint. Das einzige was sie davon abgehalten war, war die Tatsache das Min ständig an ihrer Seite war. Bom hatte darauf bestanden, dass ihre beste Freundin an dieser Scharade teilnehmen durfte, aber wahrscheinlich hätte sie das auch nicht durchbekommen, wenn ihr Vater nicht ebenfalls eingeladen worden wäre. Doch auch Min hatte irgendwann nicht mehr geholfen und Bom hatte sie rausgeschickt. Sie hatte es ihr nicht direkt gesagt. Sie hatte gefragt, ob sie ihr vielleicht etwas zu trinken besorgen konnte, aber Minhee hatte sie verstanden. Seitdem saß Bom hier. Sie wusste nicht mehr was sie machen konnte. Nicht mehr lange und sie würde ihre beste Freundin verlassen müssen und alle anderen auch. Sie würde den Rest ihres Lebens mit Aaron verbringen müssen. Wenn sie nicht jemand anderen lieben würde, wäre das nicht einmal schlimm. Die junge Frau holte tief Luft und wandte sich von diesem Gedanken ab. Das war egal. Sie und Aaron. Sie beide taten das für Haru. Konsequenzen für sie selbst, die kommen würden wenn sie nicht mitspielte, waren Bom egal. Sollte ihr Vater doch alles herauskramen, was sie in Schwierigkeiten bringen konnte. Es gab genug Dinge die er angestellt hatte für die sie inzwischen Beweise hatte. Sie hätte ihn davon abbringen können… aber sie hätte ihm das nicht sagen sollen. Dann wäre Aarons Vater nicht mit dieser Drohung gekommen. Dann hätte Haru behandelt werden können. Bom hatte alles kaputt gemacht. Nur weil sie sich einmal nicht hatte beherrschen können. Warum war sie so dämlich gewesen. Plötzlich wurde die Tür aufgemacht und sie wurde aus ihren Gedanken gerissen. Ihr Kopf fuhr hoch, aber es schloss nicht die Person, auf die sie gehofft hatte, die Tür hinter sich. Warum war sie eigentlich so dämlich. Sie sollte es anders wissen. Trotzdem warf sie sich in seine Arme. Aaron war zu ihrem besten Freund geworden und sich nicht an ihn zu klammern, war ziemlich schwierig. Erst als er sie umarmte, ihr sanft über den Kopf strich und immer wieder beruhigend irgendetwas flüsterte merkte Bom, dass sie jetzt doch angefangen hatte zu weinen. „Es tut mir so leid,“ er klang so traurig als er das sagte. Er wollte das alles auch nicht. Gott sie hatten beide beschlossen das alles sausen zu lassen und dann war sein Vater damit gekommen. Wie hatte er ihnen mit so etwas drohen können. Wie konnte seine Enkelin ihm so egal sein. Leicht drückte er Bom von sich weg und nahm ein Taschentuch aus seiner Tasche um ihr die Tränen vom Gesicht zu tupfen. Dann hob er eine Augenbraue aber sie schüttelte nur den Kopf. Also hatte er sich nicht noch einmal gemeldet. Aaron war sich sicher, dass es so auf keinen Fall besser war. Er hätte ihr wenigstens sagen können, dass er sie nicht mochte. Aber nichts zu sagen, war wahrscheinlich Abweisung genug.
Bom holte tief Luft und löste sich von Aaron um zu diesem Schminktisch zu gehen und in den Spiegel zu schauen. Nichts war verschmiert. Alles war in Ordnung. Bom hob ihren Kopf und lächelte Aaron an. „Solltest du nicht an irgendeinem  Altar auf mich warten?“ Sie sah wie er tief Luft holte und seufzte, bevor er nickte und aus dem Raum ging. Ihr Lächeln verschwand, sobald er die Tür hinter sich geschlossen hatte und die Tränen drohten zurück zu kommen. Aber das konnte sie nicht zulassen. Sie würde diesen Leuten nicht die Genugtuung lassen sie weinen zu sehen. Also verschloss sie alles in sich. Alle ihre Gefühle, ihre Angst, ihre Wut und auch ihre Hoffnung die sie immer noch hatte. Irgendwann hatte sie es geschafft und man sah auf ihrem nur einen gleichgültigen Ausdruck. Gerade rechtzeitig als Min klopfte und ihr sagte es wäre so weit. Bom nickte nur und folgte ihr nach draußen, folgte ihr nach vorne und ließ einfach alles an sich vorbeiziehen. Sie bemerkte weder die Menschen noch wie sie sie ansahen. Sie konzentrierte sich nur darauf nicht über dieses Ungetüm von Kleid zu stolpern. Sie persönlich fand ja, dass sie darin aussah wie eine Sahnetorte, aber alle anderen in dem Raum fanden es schön. Es war eben einfach nichts was sie sich ausgesucht hätte. Das alles hier.
Bom wusste nicht, an welcher Stelle der Zeremonie sie gerade waren, sie hatten auf jeden Fall noch nicht ja gesagt, als die Tür auf einmal aufgeschmissen wurde. Sie selbst machte keine Ausnahme als sich alle Köpfe zum Eingang drehten, nicht einmal als sie alle überrascht schauten. Bom war sich selbst nicht so sicher, das wirklich Shin auf sie zu lief. Was machte er hier? Warum war er hier? Seit sie ihm gesagt hatte, das sie ihn liebte und er nichts darauf geantwortet hatte, hatte sie versucht nicht an ihn zu denken. Am Anfang hatte sie nicht einmal gemerkt, warum es ihr noch schlechter ging als zuvor. Erst nach einer Weile hatte sie gemerkt, dass Shin ihr nie gesagt hatte, dass er sie liebte. Dass sie wahrscheinlich alles falsch verstanden hatte. Sie hatte in seine Trauer nur irgendetwas reininterpretiert das nicht stimmte. Shin wollte seine beste Freundin nicht verlieren und es war auch verständlich, dass er deswegen weinte. Aber das war kein Grund hier aufzutauchen. Aber irgendwie hatte sie ihn nicht richtig angesehen. Erst als er anfing von McDonalds zu sprechen, hatte sie ihn richtig registriert und wahrgenommen. In jeder anderen Situation hätte sie deswegen wahrscheinlich gelacht und zugestimmt, aber sie wusste trotzdem nicht was sie jetzt damit anfangen sollte. Sie wusste nur, dass es ihr nicht gefiel, wie traurig er aussah. Als Shin seine Hand ausstreckte sah sie automatisch dort hin. Er wollte also das sie mitging… aber wieso sollte sie das machen. Sie konnte doch nicht und Shin, er…. Er sagte jetzt endlich das, was wahrscheinlich das einzige war, was wirklich zu ihr durchdringen konnte. Er liebte sie auch. Ihre ganze Fassade bröckelte und Bom ließ ihn nicht einmal zu Ende sprechen. Sie nahm seine Hand und konnte nicht verhindern, dass sie ihn durch die Tränen anlächelte. Jetzt verstand sie auch endlich was ihre Mutter gemeint hatte. Und sie würde so gerne furchtbar nutzlos sein. Aaron würde sein Bild der Öffentlichkeit gegenüber aufrechterhalten können, wenn sie jetzt ging. Er stand ja da und wollte sie heiraten. Er konnte den traurigen Verlobten spielen. „Ja. McDonalds fände ich jetzt gut.“ Sie lachte kurz und packte seine Hand fester, beeilte sich auf einmal hier weg zu gehen und aus der Tür zu gehen, die er zuvor so geräuschvoll aufgestoßen hatte. Aber natürlich waren sie nicht schnell genug. Bom hatte ihren Vater schon vorher nach der Security rufen hören, die bei so einer Politikerhochzeit ja sowieso da waren, und die standen jetzt vor ihnen und ließen sie nicht raus. Bom wusste nicht wieso sie das tat und eigentlich würde sie es normalerweise auch nicht tun, aber jetzt drehte sie sich zu ihrem Vater um und sah ihn an. Laut genug, sodass er sie hören konnte, sagte sie so bittend wie möglich: „Daddy, bitte…“ Eigentlich müsste ihm das egal sein. Aber sie sah den Schmerz auf seinem Gesicht und dann diesen Ausdruck, den sie früher nur manchmal gesehen hatte und von dem sie eigentlich gedacht hatte, dass sie ihn sich nur eingebildet hatte. Es dauerte eine Weile, bis er etwas sagte, aber dann holte er tief Luft und sagte ein einziges Wort, dass sie veranlasste ihn zum ersten Mal seit Jahren anzulächeln, dankbar dass er ihr half. „Geh.“
Er brauchte sie nicht zweimal auffordern. Bom nahm Shins Hand wieder fester und ging an den Leuten vorbei, aus der Tür raus und eine Weile weiter, bis sie stehen blieb und zu Shin sah. Kurz sah sie ihn nur an. Nahm alles in sich auf was gerade passiert war und fiel ihm dann um den Hals. Sie konnte sich gerade nichts besseres vorstellen als ihn zu umarmen.
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Re: Please leave him and come to me // 11.Juli.2010 // 10.23 Uhr

Beitrag von Shin Hyuk Nam am Di Jul 25, 2017 1:41 pm

Als sie wirklich seine Hand nahm noch bevor er zu Ende gesprochen hatte, blieb Shins Herz für einen kurzen Moment stehen. Automatisch legten sich seine Finger um ihre Hand und hielten sie gerade fest genug um sie nicht mehr gehen zu lassen. Wenn sie das hier tat, dann hieß es doch, dass sie bei ihm bleiben wollte oder? Dass sie jetzt mit ihm hier verschwinden wollte und diese ganze beschissene Hochzeit hinter sich lassen wollte. Shin hoffte so sehr, dass es so war. Er wollte dieses warme Gefühl, dieses Kribbeln dass nur ihre Berührung in ihm auslöste nicht mehr los lassen. Wenn sie ihm jetzt sagen würde er solle gehen, er solle das alles vergessen und sie los lassen. Shin wusste nicht ob er das so einfach könnte. Er wusste es würde ein Loch hinterlassen das nicht so einfach zu füllen war. Bom zu verlieren und gehen zu lassen. Sie nie wieder zu sehen. Nie wieder mit ihr zu lachen oder sie in seinen Armen zu halten und dabei ihren entspannten Atem zu fühlen, ihr über die Haare streichen. Nie wieder ihre Stimme zu hören. Das alles waren in den letzten Wochen seine Albträume gewesen. Wenn das Realität wurde, dann wusste er, dass er für eine viel zu lange Zeit nicht er selbst sein würde. Vielleicht würde dieses Loch für immer da sein. Er konnte nicht erklären warum die Gefühle für dieses Mädchen so stark waren. Er wusste nicht wann es passiert ist oder wie. Aber er wusste, dass Bom an seine Seite gehörte. Nicht an die eines Anderen. Nicht an Aarons Seite. So wichtig ihre Gründe auch waren. Shin mochte Haru. Wenn man dieses Mädchen nicht direkt in sein Herz schloss hatte man wahrscheinlich gar keines. Und ja sicher, sie zu schützen empfand auch Shin als wichtig. Wenn er konnte würde er diesem kleinen Mädchen sofort alles geben was sie brauchte. Er verstand warum Bom und Aaron das hier tun wollten. Aber für Shin gab es eine Person die er mehr schützen, die er mehr glücklicher machen wollte als Haru und das war Bom. Sie wäre nicht glücklich mit all dem hier. Und deswegen war es Shin egal was seine Aktion am Ende für Konsequenzen hatte. So leid es ihm auch tat das zu denken. Für ihn war es vor allem wichtig Bom glücklich zu machen. Vielleicht würde sie das anders sehen. Ja aber vielleicht auch nicht. Die Sekunden bis Bom endlich etwas sagte, kamen Shin unglaublich lange vor. Während sie weinte und gleichzeitig lächelte und damit so viele verschiedene Emotionen in Shin auslöste. Bis sie lachte und ihm endlich eine Antwort gab. Jetzt lächelte auch Shin. Die Angst sie würde ihn wieder fortschicken war weg und er hatte das Gefühl von innen zu explodieren so glücklich machte sie ihn mit diesen einfachen, bescheuerten Worten. Er nickte nur und ließ sich von ihr mitziehen. Zum ersten Mal seit er diesen Raum betreten hatte fiel sein Blick bewusst auf jemand anderen als auf Bom. Nur kurz sah er Aaron an während er sich umdrehte und verzog entschuldigend das Gesicht. Es tat ihm leid. Es tat ihm wirklich leid. Er selbst würde schon für Yoori alles tun. Selbst das hier. Er konnte Aaron sicher verstehen. Aber deswegen konnte er Bom nicht einfach aufgeben. Und er hoffte einfach Aaron würde das verstehen. Und wenn er am Ende jemanden dafür hassen wollte dann lieber Shin anstatt Bom. Ja. Sie hätte das für ihn und Haru gemacht. Er war der der ihnen alles ruiniert hatte. Sollte er Shin hassen. Damit konnte er leben.
Sobald er sich von dem Mann abwandte und bereit war mit Bom den Raum zu verlassen fiel sein Blick auf die großen Männer die jetzt in der Tür standen. Stockend kam er zum Stehen. Tjah. Mit solchen Security Typen hätte er wohl rechnen müssen. Leider hatte er keine Ahnung wie er an denen vorbei kommen sollte. Dafür war er wohl eindeutig zu schmächtig. Seine Hand fasste die von Bom etwas fester. Er würde sie ganz sicher nicht gehen lassen. Sollten sie ihn doch wegzerren. Sie hatte sich entschieden bei ihm zu bleiben und so würde auch er bei ihr bleiben. Kurz fiel sein Blick auf Min die unter den Gästen war und jetzt als einzige stand. Anscheinend bereit alles zu tun um ihnen beiden zu helfen hier raus zu kommen. Ein Mann hielt ihren Arm fest als wollte er sie zurück halten nicht auf diese Security Typen los zu gehen. Ihrem Blick nach zu urteilen war das nicht mal so unwahrscheinlich. Manchmal konnte dieses Mädchen wirklich angsteinflößend sein.  
Doch noch bevor er oder Min überhaupt irgendwas machen konnten hatte Bom sich umgewandte und ihren Vater angesprochen. Nur kurz fiel sein Blick auf den Mann der anscheinend ihr Vater war. Eigentlich machte Shin sich keine große Hoffnung, dass ihre Bitte irgendwas brachte. Umso mehr stockte er als der Mann nach ein paar Minuten einfach sagte sie solle gehen. Sie sollte wirklich einfach gehen? Ein breites Grinsen bildete sich auf Shins Gesicht. Das würde er sich nicht zweimal sagen lassen. Ohne auf die Reaktionen der ganzen Leute zu achten ging er mit Bom an diesen Schränken vorbei und einfach weg hier. Zwischenzeitlich wurde sein Schritt schneller um nur so schnell so weit wie möglich weg von diesem Ort zu kommen. Er lief einfach so lange bis sie stehen blieb und ihn damit abrupt zum Stehen brachte. Fragend wandte er sich zu ihr um. Immer noch grinsend. Er kam aber gar nicht dazu irgendwas zu fragen schon fiel sie ihm um den Hals und umarmte ihn. Für einen kurzen Moment blieb er einfach so stehen. Legte seine Arme um sie und genoss den Moment. Sie würde nicht gehen. Er konnte gar nicht anders als kurz zu lachen, weil er sich so freute. Dann fasste er sie, hob sie hoch und drehte sich mit ihr im Kreis bis er sie wieder abstellte, ihr Gesicht in seine Hände nahm und küsste. Einen Moment lang stand er einfach nur da und küsste sie. Wie konnte er auch nicht. Er liebte sie und sie liebte ihn. Das sollte ruhig jeder wissen und sehen. Irgendwann löste er sich von ihr und grinste sie breit an. „Gehen wir ja? Ich kann jetzt wirklich einen Burger vertragen.“ Shin nahm wieder ihre Hand und verschränkte seine Finger mit ihren während er einfach losging. Irgendwann fiel sein Blick auf sie. Er hatte das Bedürfnis ihr so vieles zu sagen und gleichzeitig dachte er sich, dass das warten konnte. Dass er noch genug Zeit hatte um ihr alles zu sagen was er dachte und fühlte. Gleichzeitig wollte er das hier nämlich einfach nur genießen. Zusammen mit ihr durch die Stadt zu laufen. Auf dem Weg zu Mc Donalds und zu wissen, dass er jetzt zu ihr gehörte. „Ich werde dich jetzt nicht mehr so einfach gehen lassen. Ich hoffe das ist dir bewusst.“ Jetzt blieb er doch stehen und wandte sich ihr zu. Er nahm noch ihre andere Hand und sah sie eine kurze Weile sanft und leicht lächelnd an. „Ich liebe dich. Ich möchte an deiner Seite sein und für dich alles sein was du brauchst. Als dein…Freund.“ Kurz küsste er sie auf die Stirn und lehnte sich dann an sie. Erst jetzt fühlte er wie eine Träne seine Wange runter lief. Auch wenn sie wahrscheinlich mehr Erleichterung war als alles andere.
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